In diesem Artikel erfährst du, wie du mit Innovation die Zukunft deines Unternehmens sicherst.
Die Herausforderungen dieser Zeit können erdrückend sein. Politische Turbulenzen, Ungewissheit, Multikrisen, Fachkräftemangel und die immer sichtbarer werdende Klimakatastrophe, die die Inflation treibt, unsere Wälder abfackelt, die Nahrungsversorgung massiv beeinflusst, Jobs und Technologien verändert.
Manche Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr. Zu gern würden wir alles auf die Politik schieben. Die soll gefälligst Sorge tragen, dass sich nichts verändert und auch wir uns nicht verändern müssen. Geschäftsmodelle, die uns lange, ohne sie zu verändern die Einnahmen und den Wohlstand gesichert haben, würden wir zu gern gegen die Veränderungen in der Welt absichern, ja, sie unter Denkmalschutz stellen. Das hat auch lange gut funktioniert. Wir konnten 10-Jahres-Pläne erstellen und sie sukzessive abarbeiten. Das Leben und das Business schienen Planbar. Der Drops ist allerdings gelutscht.
Was hilft, um mit Veränderungen umzugehen?
Innovation, Innovation, Innovation!
Das sagt sich so leicht. Ist es aber gar nicht. Denn um innovationsfähig zu sein, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Begonnen bei der Kultur, über die Ausbildung von Fähigkeiten, dem Schaffen der Strukturen und nicht zuletzt, eine kontinuerliche Arbeit an einem organisationalen Mindset, das sich nicht einfach überstülpen lässt, sondern das Ergebnis konsequenter Kulturarbeit ist. Nur so können wir transformationsfähige und somit zukunftsfitte Unternehmen bauen.
In diesem Artikel werden wir ein paar dieser Fragen in aller Kürze beantworten und eine Hilfestellung zur Gestaltung der Zukunft Eures Unternehmens geben.
Wie kann man Innovation in einem Unternehmen fördern?
Innovation beginnt mit der Schaffung eines Umfelds, das kreatives Denken und Experimentieren fördert.
Menschen sind von Natur aus kreativ! Aber die auf Effizienz ausgerichteten Strukturen in vielen Unternehmen stehen dem oft konträr gegenüber. Effizienz ist wichtig. Gar keine Frage. Aber treiben wir den Effizienzdruck auf die Spitze, dann erleben wir einen Effekt, den wir "Behördisierung" nennen. Das ist der Zustand, wenn Organisationen, ihre Prozesse zu sehr durchoptimiert haben, dass sie bei der kleinsten Erschütterung kollabieren. Unternehmen sind dann nicht mehr handlungsfähig sind, wenn sich die Rahmenbedingungen nur ein kleinwenig ändern. Dies erleben wir derzeit Land ein, Land aus.
Das kann aufgelöst werden, indem wir die Organisation als eine ambidextre Organisation begreifen und den Konflikt zwischen Effizienz und Innovationsfreundlichkeit auflösen.
Um den explorativen Teil in einer Organisation zu fördern, hilft zunächst die Einführung von Innovationsprogrammen, die Förderung von multidisziplinärer Teamarbeit (s. hier den Unterschied zwischen multidisziplinär und interdisziplinär) und die Bereitstellung von Ressourcen für die Entwicklung neuer Ideen erreicht werden.
Es ist auch wichtig, ein Klima des Vertrauens zu schaffen, in dem Mitarbeitende sich wohl fühlen, ihre Ideen zu teilen und Risiken einzugehen. Wichtig ist außerdem, das Controlling mal eine Weile herauszuhalten. Innovation kann nicht gedeihen, wenn ein Controller oder BWLer dem Team oberlehrerhaft im Rücken sitzt.
Um eine Idee von sich ändernden Rahmenbedingungen zu bekommen, müssen wir uns ein wenig mit Trends auseinander setzen:
Was sind die Schlüsseltrends für die Zukunft?
Diese Frage hören wir oft. Dies aber salopp zu beantworten wäre unseriös. Schlüsseltrends für die Zukunft sind so vielfältig wie die Zukunft selbst. Sie hängen von der Branche und dem spezifischen Kontext des Unternehmens ab. Wer sich gern mit Trends und Megatrends befassen möchte, dem sei die Megatrend-Map des Zukunftsinstitut dringend ans Herz gelegt. Diese zeigt auf, mit welchen Mega- und Subtrends wir es derzeit zu tun haben.
Einige grundlegende Trends werden aber in den nächsten Jahren, ja Jahrzehnten allein physikalisch nicht zu beheben sein und uns vor massive Herausforderungen stellen:
- Die dramatische Klimaerwärmung würde bei sofortigem Stopp aller Treibhausgase noch Jahrzehnte voranschreiten. Da wir aber die Emissionen weiter steigern, ist hier eine absolute Gewissheit für extreme Folgen zu erwarten, die Auswirkungen auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Werteverständnisse, Pandemien, politische Spannungen, Migrationsbewegungen, Inflation etc. haben werden.
- Definitive Trends sind außerdem die zunehmende Digitalisierung und das exponentielle Wachstum von KI-Lösungen.
- Die massive Bedeutung von nachhaltiger Transformation und dem Aufkommen regenerativer Prinzipien (hierzu gern auch mal bei der Initiative Regenerative Marktwirtschaft vorbei schauen).
Die Notwendigkeit, nicht mehr nur "kundenorientiert" zu sein, sondern Menschen und ihre Bedürfnisse radikal in den Mittelpunkt der Geschäftsmodelle zu stellen, bleibt auch in Zukunft unabdingbar. Die Zeit, in der wir versucht haben, sinnlose Produkte in den Markt zu spülen und sie mit maximalem Marketingaufwand zu Must-Haves erklärt haben, sind vorbei. Zukunftsfit ist, wer echte Probleme löst und nicht künstlich welche erzeugt.
Unternehmen müssen diese Trends erkennen, verstehen und damit umgehen, um zukunftsfit zu bleiben.