Mikro + Makro

Lego Serious Play

Mit LEGO-Steinen Ideen und Strategien bauen: fördert Kommunikation, Kreativität und Problemlösung — von Teambuilding bis Unternehmensvision.

Herkunft: Johan Roos und Bart Victor mit der LEGO Group

Worum es geht

Lego Serious Play (LSP) nutzt LEGO-Steine als Denkwerkzeug. Teilnehmende bauen Modelle zu einer Frage und erklären daran ihre Gedanken. Weil die Hände mitdenken, kommen Ideen und Haltungen ans Licht, die im reinen Gespräch oft verborgen bleiben. Johan Roos und Bart Victor haben die Methode mit der LEGO Group entwickelt.

Das Prinzip ist einfach: eine Frage stellen, jede:r baut ein Modell, dann erzählt jede:r die Geschichte seines Modells. So hat jede Stimme gleiches Gewicht, und abstrakte Themen — Strategie, Zusammenarbeit, Identität — werden greifbar und besprechbar. Auf der kleinen Ebene stärkt LSP Teams; auf der großen hilft es, gemeinsame Bilder von Strategie und Zukunft zu bauen.

Lego Serious Play ist stark, wenn alle Stimmen zählen sollen und ein Thema schwer in Worte zu fassen ist. Für rein sachliche, schnelle Abstimmungen ist der spielerische Aufbau zu aufwendig.

Wann du sie einsetzt

  • Ein Thema ist abstrakt oder heikel und lässt sich schwer direkt besprechen.
  • In einer Gruppe reden sonst wenige viel — ihr wollt alle Stimmen gleich hören.
  • Es geht um Zusammenarbeit, Identität, Strategie oder Zukunftsbilder.
  • Ihr wollt schnell von Meinungen zu gemeinsamen, sichtbaren Modellen kommen.

Beispielagenda

0–20 Min.

Aufwärmen

Kleine Bau-Übung, bis alle die Sprache der Steine im Gefühl haben.

20–30 Min.

Frage stellen

Die Leitfrage der Session klar formulieren.

30–70 Min.

Bauen & erzählen

Jede:r baut ein Modell und erzählt seine Geschichte, die anderen hören zu und fragen nach.

70–110 Min.

Gemeinsames Modell

Die Einzelmodelle zu einem geteilten Bild zusammenführen.

110–140 Min.

Deuten & ableiten

Was zeigt das gemeinsame Modell? Erkenntnisse und nächste Schritte festhalten.

Halbtags-Session für 4–10 Personen, ausgebildete Moderation empfohlen. Genug Steine und eine klare Leitfrage sind die halbe Miete.

Für Methodenjunkies

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