Lego Serious Play
Mit LEGO-Steinen Ideen und Strategien bauen: fördert Kommunikation, Kreativität und Problemlösung — von Teambuilding bis Unternehmensvision.
Herkunft: Johan Roos und Bart Victor mit der LEGO Group
Worum es geht
Lego Serious Play (LSP) nutzt LEGO-Steine als Denkwerkzeug. Teilnehmende bauen Modelle zu einer Frage und erklären daran ihre Gedanken. Weil die Hände mitdenken, kommen Ideen und Haltungen ans Licht, die im reinen Gespräch oft verborgen bleiben. Johan Roos und Bart Victor haben die Methode mit der LEGO Group entwickelt.
Das Prinzip ist einfach: eine Frage stellen, jede:r baut ein Modell, dann erzählt jede:r die Geschichte seines Modells. So hat jede Stimme gleiches Gewicht, und abstrakte Themen — Strategie, Zusammenarbeit, Identität — werden greifbar und besprechbar. Auf der kleinen Ebene stärkt LSP Teams; auf der großen hilft es, gemeinsame Bilder von Strategie und Zukunft zu bauen.
Lego Serious Play ist stark, wenn alle Stimmen zählen sollen und ein Thema schwer in Worte zu fassen ist. Für rein sachliche, schnelle Abstimmungen ist der spielerische Aufbau zu aufwendig.
Wann du sie einsetzt
- Ein Thema ist abstrakt oder heikel und lässt sich schwer direkt besprechen.
- In einer Gruppe reden sonst wenige viel — ihr wollt alle Stimmen gleich hören.
- Es geht um Zusammenarbeit, Identität, Strategie oder Zukunftsbilder.
- Ihr wollt schnell von Meinungen zu gemeinsamen, sichtbaren Modellen kommen.
Beispielagenda
Aufwärmen
Kleine Bau-Übung, bis alle die Sprache der Steine im Gefühl haben.
Frage stellen
Die Leitfrage der Session klar formulieren.
Bauen & erzählen
Jede:r baut ein Modell und erzählt seine Geschichte, die anderen hören zu und fragen nach.
Gemeinsames Modell
Die Einzelmodelle zu einem geteilten Bild zusammenführen.
Deuten & ableiten
Was zeigt das gemeinsame Modell? Erkenntnisse und nächste Schritte festhalten.
Halbtags-Session für 4–10 Personen, ausgebildete Moderation empfohlen. Genug Steine und eine klare Leitfrage sind die halbe Miete.
Für Methodenjunkies
Eine Methode nach der anderen, ins Postfach.
Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.