
Gute Vorbereitung ist beim Design-Thinking-Workshop der halbe Erfolg. Ein Beamer und ein Moderationskoffer reichen hier nicht — warum der Moderationskoffer beim Design Thinking versagt, liest du hier. Ein guter Workshop ist ein kleines Event und lebt von der Interaktion deiner Teilnehmenden. Diese Checkliste führt dich durch alles: Orga, Raum, Möbel, Technik, Material, Catering und Nachbereitung.
So nutzt du die Seite: Oben im interaktiven Planer hakst du alles direkt ab — dein Stand bleibt gespeichert. Weiter unten wartet die Checkliste als PDF für Pinnwand und Team. Und wenn die Vorbereitung steht, baust du deine Agenda in Facilitools — Timing und Methoden inklusive.
Vorab-Orga: eine Woche vorher steht das Gerüst
Alles, was du klären solltest, bevor es an Material und Details geht:
- Workshopraum ist gebucht
- Workshop-Materialien sind bestellt oder vorhanden
- Alle Teilnehmenden sind per E-Mail über die Details informiert
- Das Workshopziel ist klar
- Die Workshop-Präsentation ist fertig — als PDF, PPT und Keynote (Kompatibilität!)
- Alle Möbel sind verfügbar
- Namensschilder sind gedruckt oder es gibt welche zum Selbstbasteln
Der Workshopraum
Bei der Raumwahl kann man viel falsch machen. Ein Design-Thinking-Workshop lebt von Aktivität und Bewegung: keine fest verschraubten Möbel, viel Licht. Große Fensterflächen sind super als Whiteboard-Ersatz oder zum Anhängen von Brownpaper. Der Raum sollte hell sein, große freie Wände haben und eine große freie Fläche ohne Möbel.
Möbel und Whiteboards

Raum und Möbel sollen aktivieren und zum Bewegen animieren. Teams, die im Stehen arbeiten, sind produktiver und kommen zu besseren Ergebnissen — gesessen wird in Pausen und bei Präsentationen, gern auch auf Sofas oder Sitzwürfeln.
- Sitzgelegenheiten für alle Teilnehmenden
- Stühle und Tische sind beweglich
- 1 Stehtisch oder Bistrotisch pro Team
- 1 Tisch für das Prototyping-Material
- 1 großes Whiteboard pro Team
- Großer Papier-Mülleimer für die vielen Post-its
Technik
Gute Technik muss funktionieren — am besten testest du alles am Vortag im echten Raum.
- Beamer / Projektor / Präsentationsbildschirm
- TimeTimer
- Leinwand
- Laptop / iPad / Tablet
- Adapter (USB-C, HDMI, DVI-D, VGA …)
- Presenter
- Internetverbindung
- Musik-Box / Sound
- ggf. Beleuchtung für die Präsentationsfläche
- ggf. Mikrofon
Workshop-Material
Du musst das Material nicht einzeln zusammensuchen: Kuratierte Workshop-Boxen sind schnell bestellt und in Summe günstiger als der Einzelkauf. Unsere Makerbox stellen wir aus der eigenen Workshop-Praxis zusammen — es gibt aber auch die Protobox von Tiefenschärfe, die Re:Box von Openmjnd oder die Design-Thinking-Box von Innovatory. Den kompletten Marktüberblick findest du im Boxen-Vergleich.
Einkaufsliste: Prototyping-Material
Für alle, die selbst beschaffen wollen oder schon einiges haben. Wichtig sind gute Scheren und gute Klebe — dann wird aus fast allem ein Prototyp:
- Buntes Kartonpapier
- Klebestifte und Klebeband
- Lego-Bausteine und -Figuren
- Zahnstocher und Holzspieße
- Scheren und Bastelmesser
- Papier- oder wiederverwendbare Strohhalme
- Schnüre, Bindfaden, Gummibänder
- Basteldraht (am besten Messing — lässt sich mit der Schere schneiden)
- Klebeaugen
- Modellierknete oder Bastelknetmasse
- Pappbecher und -teller
- Bunte Pfeifenreiniger
- Bunte Holzstäbchen und Eisstiele
- Kreppband oder Malerkrepp
- Aluminiumfolie
- Schwammtücher oder Filzstoffe für textile Prototypen
- Playmobil
- Bauklötze
- Luftballons
- Playmais
- Altes Spielzeug, Pappe, Verpackungs- und Verkleidungsmaterial
Material für die Moderation
Diese sechs Dinge gehören immer in deine Tasche:
- Post-its / Haftnotizen
- Whiteboardmarker
- TimeTimer
- Templates für jede Phase
- Timetable — immer ausgedruckt dabei
- Eine Liste passender Warm-ups
Material für den Team-Space
Jedes Team arbeitet konzentriert am Stehtisch — mit eigener Tischbox, damit nichts durch den Raum wandert:
- Tischboxen für jedes Team
- Mitteldicke Filzstifte (z. B. Stabilo Greenpoint 0.8, Stabilo Pen 68, Sharpies)
- Whiteboardmarker (keine Permanent-Marker!)
- Viele bunte Post-its oder andere Haftnotizen
- Scheren
- Klebe (Klebestifte oder Flüssigklebe)
- Bunte Klebepunkte
- Kreppband
- Tesafilm
- Etwas Knete
