Brainstorming-Regeln
Damit Brainstorming auch zum gewünschten Erfolg führt, braucht es gute Regeln. Das mag den einen oder anderen liberalen Geist irritieren, aber keine Innovationen ohne gute Leitplanken. Deshlab:
Beispielagenda (35 Minuten)
Leitfrage & Osborn-Regeln anmoderieren
Die vier Regeln sichtbar aufhängen: keine Kritik, Menge zählt, wilde Ideen erwünscht, auf Ideen anderer aufbauen.
Still anlaufen: erste Ideen einzeln notieren
Nimmt den Schnell-Rufern den Anker-Effekt und holt die Leisen mit rein.
Zuruf-Runde: Ideen sammeln & sichtbar machen
Jede Idee wird notiert, keine diskutiert. Flauten kurz aushalten — danach kommen oft die besseren Ideen.
Kurz sichten & Dubletten zusammenschieben
Noch nicht bewerten — Auswahl ist ein eigener Schritt (z. B. Dot-Voting oder How-Wow-Now).
Geplant für 3–15 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Flipchart oder Wand für alle Ideen
- dicke Stifte
- Klebezettel
- sichtbare Leitfrage
Stolperfallen
- Die erste Bewertung killt die Runde — Osborn-Regel Nr. 1 (keine Kritik) aktiv moderieren, auch gegen Chef-Kommentare.
- Lautstärke gewinnt: Stille Personen kommen nicht vor. Mit einer kurzen Still-Schreibphase starten gleicht das aus.
- Ohne scharfe Leitfrage (ideal: eine Wie-können-wir-Frage) wird es beliebig.
Im Design-Thinking-Prozess
Brainstorming-Regeln gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 4 · Ideation. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
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