Phase 4 · Ideation

Brainstorming-Regeln

Damit Brainstorming auch zum gewünschten Erfolg führt, braucht es gute Regeln. Das mag den einen oder anderen liberalen Geist irritieren, aber keine Innovationen ohne gute Leitplanken. Deshlab:

Beispielagenda (35 Minuten)

0–5 Min.

Leitfrage & Osborn-Regeln anmoderieren

Die vier Regeln sichtbar aufhängen: keine Kritik, Menge zählt, wilde Ideen erwünscht, auf Ideen anderer aufbauen.

5–10 Min.

Still anlaufen: erste Ideen einzeln notieren

Nimmt den Schnell-Rufern den Anker-Effekt und holt die Leisen mit rein.

10–30 Min.

Zuruf-Runde: Ideen sammeln & sichtbar machen

Jede Idee wird notiert, keine diskutiert. Flauten kurz aushalten — danach kommen oft die besseren Ideen.

30–35 Min.

Kurz sichten & Dubletten zusammenschieben

Noch nicht bewerten — Auswahl ist ein eigener Schritt (z. B. Dot-Voting oder How-Wow-Now).

Geplant für 3–15 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.

Material

  • Flipchart oder Wand für alle Ideen
  • dicke Stifte
  • Klebezettel
  • sichtbare Leitfrage

Stolperfallen

  • Die erste Bewertung killt die Runde — Osborn-Regel Nr. 1 (keine Kritik) aktiv moderieren, auch gegen Chef-Kommentare.
  • Lautstärke gewinnt: Stille Personen kommen nicht vor. Mit einer kurzen Still-Schreibphase starten gleicht das aus.
  • Ohne scharfe Leitfrage (ideal: eine Wie-können-wir-Frage) wird es beliebig.

Im Design-Thinking-Prozess

Brainstorming-Regeln gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 4 · Ideation. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.

Für Methodenjunkies

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