Makromethode

Dragon Dreaming

Kollaborative Methode für nachhaltige Projekte: gemeinsames Träumen, Planen, Handeln und Feiern — mit Fokus auf Gemeinschaft und positiven Wandel.

Herkunft: John Croft

Worum es geht

Dragon Dreaming ist eine Methode, um Projekte gemeinschaftlich und nachhaltig zu entwickeln. John Croft hat sie geprägt, mit Wurzeln in Gemeinschaftsarbeit und Ökologie. Sie führt ein Projekt durch vier Phasen: Träumen, Planen, Handeln und Feiern — als Kreis, der sich wiederholt.

Der Ausgangspunkt ist das gemeinsame Träumen: Alle Beteiligten bringen ihre Wünsche ein, sodass das Projekt vielen gehört. Das Feiern am Ende ist gleichwertig zu den anderen Phasen — es würdigt Geleistetes und speist Energie und Lernen in die nächste Runde ein. Ziel ist ein Gleichgewicht aus persönlichem Wachstum, gemeinschaftlichem Nutzen und Wirkung in der Welt.

Dragon Dreaming ist stark in werteorientierten, gemeinschaftlichen Vorhaben — soziale, ökologische, kulturelle Projekte, in denen das Wie genauso zählt wie das Ergebnis. In stark hierarchischen, termingetriebenen Umfeldern stößt der partizipative Anspruch an Grenzen.

Wann du sie einsetzt

  • Ein Projekt soll allen Beteiligten gehören, statt nur der Leitung.
  • Werte, Gemeinschaft und Wirkung zählen genauso wie das reine Ergebnis.
  • Ihr wollt Energie und Motivation über die ganze Laufzeit halten.
  • Soziale, ökologische oder kulturelle Vorhaben mit Beteiligung vieler.

Beispielagenda

0–15 Min.

Ankommen

Kurzer Check-in, alle im Raum ankommen lassen.

15–60 Min.

Traumkreis

Reihum bringt jede:r Wünsche ans Projekt ein — ohne Bewertung, alles wird gehört und festgehalten.

60–90 Min.

Verdichten

Aus den Träumen ein gemeinsames Zielbild formen, das die Kernwünsche aufnimmt.

90–120 Min.

Planen

Das Zielbild in konkrete Aufgaben und Verantwortlichkeiten übersetzen.

120–140 Min.

Feiern verabreden

Festlegen, wie ihr Zwischenerfolge und den Abschluss würdigt.

140–150 Min.

Nächster Schritt

Der erste konkrete Schritt und wer ihn geht.

Halbtags-Auftakt für 5–15 Personen. Das Feiern gehört als eigene Phase fest eingeplant — es hält die Gruppe über die Laufzeit zusammen.

Für Methodenjunkies

Eine Methode nach der anderen, ins Postfach.

Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.