Open Innovation
Die Grenzen der Organisation öffnen und externe Ideen — von Partnern, Kunden, Hochschulen, Wettbewerbern — für Neues nutzen.
Herkunft: Henry Chesbrough
Worum es geht
Open Innovation öffnet die Grenzen der Organisation. Statt Innovation nur im eigenen Labor zu suchen, holst du gezielt Wissen, Ideen und Technologien von außen herein — von Kund:innen, Partnern, Hochschulen, Start-ups, manchmal sogar Wettbewerbern. Und du lässt eigenes Wissen nach außen fließen, wenn es dort mehr Wert schafft.
Henry Chesbrough hat den Begriff geprägt. Sein Punkt: In einer Welt verteilten Wissens kann keine Firma alle klugen Köpfe im eigenen Haus haben. Es gibt zwei Richtungen — inbound (Außen-Ideen hereinholen) und outbound (eigene Ideen, Patente, Technologien nach außen geben, etwa per Lizenz oder Ausgründung).
Open Innovation wirkt, wo das eigene Feld zu breit oder zu schnell ist, um es allein abzudecken. Sie braucht Offenheit im Umgang mit geistigem Eigentum und klare Regeln, wem was gehört. Bei streng geheimen Kernthemen ist Vorsicht geboten — nicht alles gehört nach außen.
Wann du sie einsetzt
- Euer Innovationsfeld ist zu breit oder zu schnell, um es allein abzudecken.
- Draußen gibt es relevantes Wissen — bei Kund:innen, Hochschulen, Start-ups — an das ihr rankommen wollt.
- Ihr habt ungenutzte Patente oder Technologien, die anderswo Wert schaffen könnten.
- Ihr wollt über die eigene Perspektive hinaus und bewusst fremde Sichtweisen hereinholen.
Beispielagenda
Rahmen
Die Innovationsfrage benennen, für die ihr Input von außen sucht.
Innen-Check
Was wissen und können wir selbst schon? Wo sind die echten Lücken, die von außen gefüllt werden müssen?
Außen-Landkarte
Wer draußen hat das fehlende Wissen? Kund:innen, Lead User, Hochschulen, Start-ups, Lieferanten, andere Branchen — auf eine Karte.
Andocken
Für die vielversprechendsten Quellen die Form der Zusammenarbeit skizzieren: Interview, Kooperation, offene Challenge, Lizenz.
IP & Regeln
Kurz klären, wem Ergebnisse gehören und was vertraulich bleibt.
Erste Kontakte
Wer spricht bis wann welche Quelle an. Ein konkreter erster Schritt pro Person.
Halbtags-Block für 4–10 Personen. Vor echten Kooperationen die IP-Fragen mit Fachjurist:in absichern.
Für Methodenjunkies
Eine Methode nach der anderen, ins Postfach.
Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.