Six Sigma
Systematischer Ansatz für Prozessqualität: mit Statistik Fehlerursachen finden und Varianz minimieren — nahezu fehlerfreie Leistung als Ziel.
Herkunft: Bei Motorola entwickelt, vorangetrieben von Bill Smith
Worum es geht
Six Sigma senkt Fehler und Streuung in Prozessen mit statistischen Mitteln. Der Name steht für ein Qualitätsniveau, bei dem Fehler extrem selten werden. Entwickelt wurde der Ansatz bei Motorola, maßgeblich vorangetrieben von Bill Smith, und später von vielen Konzernen übernommen.
Das Rückgrat ist der DMAIC-Zyklus: Define (Problem und Ziel klären), Measure (den Ist-Zustand messen), Analyze (Ursachen der Streuung finden), Improve (Verbesserungen umsetzen) und Control (den neuen Stand absichern). Entscheidungen fallen auf Basis von Daten, mit klaren, oft finanziell hinterlegten Zielen.
Six Sigma ist stark in stabilen, wiederholbaren Prozessen mit messbarem Output — Produktion, Logistik, Abwicklung. In frühen, kreativen Innovationsphasen ohne verlässliche Daten geht es ums Erfinden von Neuem, wofür offenere Methoden besser passen.
Wann du sie einsetzt
- Ein wiederkehrender Prozess liefert zu schwankende oder zu fehlerhafte Ergebnisse.
- Ihr habt oder bekommt belastbare Messdaten über den Ist-Zustand.
- Das Ziel ist messbar: weniger Ausschuss, weniger Streuung, klarer finanzieller Effekt.
- Ihr wollt datenbasiert verbessern und den Stand danach dauerhaft absichern.
Beispielagenda
Rahmen
Das Prozessproblem und warum es zählt: Kosten, Qualität, Wirkung auf Kund:innen.
Define
Ziel, Umfang und die kritische Qualitätsgröße festlegen — was genau soll besser werden?
Prozess sichtbar machen
Den Ablauf grob als SIPOC oder Flow aufzeichnen, damit alle dasselbe Bild haben.
Measure planen
Was messen wir, wie, wie oft, ab wann gilt es als gut? Eine saubere Datenbasis vorbereiten.
Erste Hypothesen
Wo vermuten wir die größte Streuung? Als prüfbare Hypothesen festhalten.
Nächster Schritt
Verantwortliche und Termin für die Messphase.
2-Stunden-Auftakt für 4–8 Personen. Der eigentliche DMAIC-Durchlauf (Analyze, Improve, Control) folgt über Wochen mit echten Daten.
Für Methodenjunkies
Eine Methode nach der anderen, ins Postfach.
Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.