Three Horizons
Gegenwart, Übergang und Zukunft in einem Bild: was ausläuft, was nachwächst und welche Experimente die Brücke bauen.
Herkunft: Bill Sharpe und das International Futures Forum; verwandt mit dem Drei-Horizonte-Wachstumsmodell von Baghai, Coley und White (McKinsey)
Worum es geht
Three Horizons bringt drei Zeithorizonte in ein einziges Bild. H1 ist das Heute — das etablierte Geschäft, das gerade noch funktioniert und langsam an Wirksamkeit verliert. H3 ist eine wünschenswerte Zukunft, die erst in Umrissen existiert. H2 ist die unruhige Übergangszone dazwischen, in der Experimente und Störungen entscheiden, welcher Weg sich durchsetzt.
Der Charme der Methode ist ihre Bildsprache. Drei Kurven auf einem Blatt, und plötzlich reden alle über dasselbe: Was läuft aus? Was wächst nach? Und welche kleinen Wetten von heute bauen die Brücke ins Übermorgen?
Die Methode zwingt zur ehrlichen Diagnose, dass das erfolgreiche Heute ein Verfallsdatum hat — und schafft zugleich Raum für das Neue, ohne das Laufende sofort abzuwürgen. Genau diese Doppelbewegung fällt Organisationen schwer.
Wann du sie einsetzt
- Das Kerngeschäft läuft gut, aber ihr ahnt, dass es sein Verfallsdatum hat.
- Ihr wollt Innovation und Tagesgeschäft in einem gemeinsamen Bild verhandeln.
- Eine Strategiedebatte kreist nur um kurzfristige Zahlen, das Übermorgen fehlt.
- Als schneller, visueller Einstieg in längere Foresight-Arbeit.
Beispielagenda
Thema & Horizont
Worum geht es, und wie weit blickt ihr? Das Zeitfenster gemeinsam festlegen.
H1 — was ausläuft
Das heutige System kartieren: Was funktioniert noch, wo bröckelt die Wirksamkeit bereits?
H3 — wünschenswerte Zukunft
Das Zielbild skizzieren: Wie sähe ein gutes Übermorgen aus? Erst grob, dann konkreter.
H2 — der Übergang
Experimente, Störer und Spannungen sammeln, die zwischen H1 und H3 vermitteln. Hier ist die eigentliche Arbeit.
Portfolio & nächste Wetten
Welche H2-Experimente startet ihr jetzt? Was pflegt ihr in H1 weiter, was lasst ihr bewusst auslaufen?
2-Stunden-Block für 5–20 Personen. Funktioniert gut als Auftakt, bevor ihr in Szenarien oder Roadmaps tiefer geht.
Für Methodenjunkies
Eine Methode nach der anderen, ins Postfach.
Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.