Empathie

Spiegeln

Klassiker aus Viola Spolins *Improvisation for the Theater* (1963) – Spolin gilt als Mutter der modernen Improvisation. Zwei Personen, eine bewegt sich langsam, die andere spiegelt synchron, dann Wechsel, in der dritten Runde ohne klare Führung. Trainiert nonverbale Empathie und macht erfahrbar, dass Synchronisation jenseits von Worten möglich ist – und sich anders anfühlt als Reden. Eignet sich vor Co-Creation-Phasen, Co-Pitch-Übungen oder als Übergang in eine Empathie-Session. Nicht eignet sich die Übung in Gruppen, die kein körperliches Aufeinander-Beziehen wollen – Berührungsangst oder sehr formelle Settings sind kein Ort dafür.

Dauer
8–12 Min
Gruppe
2–999 Personen
Setting
Präsenz
Material
Keins

So läuft es ab

  1. Paare bilden, einander zugewandt aufstellen, etwa armlange Distanz. Moderation: „Person A führt, Person B spiegelt. So genau wie möglich, so langsam wie nötig, dass die andere Seite mitkommt."
  2. Runde 1: Person A bewegt langsam Hände, Arme, Oberkörper. Person B spiegelt. 90 Sekunden, leise Musik im Hintergrund hilft.
  3. Wechsel auf Ansage. Runde 2: Person B führt, A spiegelt. Wieder 90 Sekunden.
  4. Runde 3: niemand führt offiziell – beide bewegen sich gemeinsam, ohne abgesprochene Rollen. „Achtet darauf: Wer führt gerade? Wechselt es?"
  5. Stopp. Kurzer Austausch in den Paaren: „Wann fiel es leicht, wann schwer? Was war in Runde 3 anders?" Dann zwei bis drei Stimmen in die Großgruppe.
Tipp

Wenn die Gruppe albern wird, ruhig bleiben – die Albernheit gehört dazu und löst sich nach 60 Sekunden meist auf. Nicht zu früh „ernst" einfordern, sonst bricht der Spielraum weg.

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