Wertschätzungs-Runde
Paare oder Trios. Jede:r bekommt 2 Minuten Zeit, eine konkrete Beobachtung an die andere Person zurückzuspiegeln – „Ich habe gesehen, wie du heute Vormittag…". Stärker als pauschales Lob, weil beobachtungsbasiert. Workshop-Standard, dokumentiert bei SessionLab, FunRetrospectives, Workshop Leader. Wurzel in Gestaltherapie und Retrospektiven-Tradition. Eignet sich im letzten Drittel eines Workshops, am Ende von Team-Klausuren, in Retros nach intensiven Phasen. Nicht eignet sich die Übung am Anfang oder in Gruppen, die sich kaum kennen – ohne gemeinsame Beobachtungen kommt nur Leeres heraus.
So läuft es ab
- Rahmen: „Wir geben uns gegenseitig wertschätzendes Feedback – aber konkret, nicht ‚du bist toll'. Was habt ihr beobachtet, was hat eine Wirkung gehabt?"
- Paare oder Trios bilden, möglichst Menschen, die im Workshop direkt zusammengearbeitet haben. Person A bekommt 2 Minuten – die anderen sprechen ihr nacheinander oder gemeinsam zu.
- Reihum wechseln, bis jede:r einmal Empfänger:in war. Moderation hält Zeit, sonst rutscht es in normale Konversation ab.
- Optional Sammlung: jede:r notiert für sich, welche Beobachtung am stärksten war – nicht teilen müssen, nur festhalten.
- Kurzer Großgruppen-Check: „Was war anders, als andere euch konkret beobachtet haben?" Drei Stimmen reichen.
Vorher Beispiele zeigen, was eine konkrete Beobachtung ist und was nicht („Du warst super" → schlecht. „Ich habe gesehen, wie du in der Diskussion erst zugehört und dann den Punkt zusammengefasst hast" → gut). Sonst landet die Übung in generischem Lob.
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