Phase 3 · Synthese

Affinity Diagramming

Affinity Diagramming ist eine Methode zur Organisation von Ideen, Informationen, und Daten in thematische Gruppen oder Cluster. Es wird verwendet, um Muster, Zusammenhänge und Insights in großen Mengen von Daten zu identifizieren.

Beispielagenda (60 Minuten)

0–5 Min.

Material an die Wand & Regel erklären

Alle Zettel sichtbar aufhängen. Regel: still verschieben, was zusammengehört — ohne Absprache.

5–40 Min.

Still gruppieren (alle gleichzeitig)

Zettel dürfen mehrfach wandern. Wenn zwei Personen hin- und herschieben: liegen lassen, später klären.

40–50 Min.

Gruppen benennen

Pro Gruppe eine Überschrift mit echter Erkenntnis — „Vertrauen fehlt beim Bezahlen“ statt „Bezahlung“.

50–60 Min.

Muster & Lücken festhalten

Welche Themen sind dick, welche dünn? Wo widerspricht sich das Material? Das ist der Ertrag.

Geplant für 3–16 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.

Material

  • Beobachtungen/Notizen auf Klebezetteln (eine Aussage pro Zettel — Voraussetzung!)
  • große freie Wandfläche
  • Marker für Themen-Überschriften

Stolperfallen

  • Kategorien vorher festlegen — dann sortiert man in Schubladen statt Muster zu finden. Die Gruppen müssen aus dem Material wachsen.
  • Reden beim Gruppieren: Wer laut argumentiert, ankert die anderen. Erste Runde still, diskutiert wird danach.
  • Nicht mit „Clustern + Dot-Voting“ verwechseln: Affinity verdichtet Research zu Erkenntnissen, Clustern sortiert Ideen zur Auswahl. Hier wird nichts abgestimmt.
  • Zettel mit ganzen Absätzen lassen sich nicht gruppieren — vorher auf eine Aussage pro Zettel eindampfen.

Im Design-Thinking-Prozess

Affinity Diagramming gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 3 · Synthese. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.

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