Papierprototyping
Papierprototyping ist eine kostengünstige und effektive Methode, um früh im Designprozess Ideen zu visualisieren und zu testen. Es beinhaltet die Erstellung von handgezeichneten Skizzen oder Modellen der Benutzeroberfläche, die dann mit Nutzerinnen getestet werden können.
Beispielagenda (70 Minuten)
Testfrage & Szenario festlegen
Was soll der Prototyp beantworten? Ein Satz, sichtbar für alle.
Bauen in 2 Kleingruppen
Hässlich ist richtig: Papier-Screens, Karton-Modell, aufgemalte Knöpfe — Hauptsache bedienbar.
Mini-Test: bedienen lassen & beobachten
Eine Person testet laut denkend, eine „spielt“ den Prototyp, der Rest beobachtet still und notiert.
Erkenntnisse festhalten
Was hat funktioniert, wo hakte es, was wird als Nächstes geändert?
Geplant für 2–20 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Papier in mehreren Größen
- dicke Stifte
- Schere, Klebeband, Klebezettel
- ggf. Prototyping-Material (Karton, Folie)
Stolperfallen
- Perfektionismus: Der Prototyp soll eine Frage beantworten, nicht schön sein — Zeitbox schützt davor.
- Bauen ohne Testfrage — vorher festlegen, was der Prototyp zeigen oder widerlegen soll.
- Beim Mini-Test erklären statt beobachten: Wer den Prototyp erklärt, testet nur die eigene Redekunst — beobachten, was die andere Person ohne Hilfe tut.
Im Design-Thinking-Prozess
Papierprototyping gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 5 · Prototyping. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
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