Value Proposition
Die Value Proposition im Design Thinking ist das Wertversprechen der Idee. Sie definiert den Mehrwert eines Produkts oder einer Dienstleistung für die Nutzerin. Die Value Proposition ist das Zentrale Element der Business Model Canvas aber sollte im Design Thinking klar definiert werden. Anders als der USP, den wir aus dem Marketing kennen (das einmalige Verkaufsversprechen) ist die Value Proposition eben kein Verkaufsargument, sondern ein tatsächlicher Mehrwert, der ein Problem für die Nutzerin oder den Nutzer löst, oder ihre Bedürfnisse erfüllt.
Beispielagenda (45 Minuten)
Raster erklären & Nutzen sammeln
Erst divergent: Welche Probleme löst die Idee, welche Bedürfnisse erfüllt sie? Alles auf Zettel.
Statement bauen
In Paaren je eine Fassung bauen, dann vergleichen — die Unterschiede zeigen, wo es noch unscharf ist.
Quantifizieren: Woran messen wir den Nutzen?
Pro Nutzenversprechen eine prüfbare Größe (Zeit, Geld, Häufigkeit, Zufriedenheit) — das wird die Testfrage fürs Prototyping.
Geplant für 2–12 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Eine ausgewählte Idee (Voraussetzung)
- Satz-Raster sichtbar: Für [Nutzer:in] mit [Problem] bietet [Idee] [Nutzen] — anders als [heutige Alternative]
- Flipchart
Stolperfallen
- Marketing-Sprech statt Mehrwert: „innovativ und benutzerfreundlich“ ist kein Wertversprechen. Der Nutzen muss ein echtes Problem lösen.
- Die Alternative vergessen — jede Zielgruppe löst das Problem heute schon irgendwie. Gegen dieses „Heute“ muss die Idee antreten.
- Nicht messbar gemacht: Ohne Größenordnung (spart X, erhöht Y) bleibt das Versprechen Behauptung — und ist später nicht testbar.
Im Design-Thinking-Prozess
Value Proposition gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 5 · Prototyping. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
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Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.