Phase 5 · Prototyping

Pre-Mortem

Pre-Mortem ist eine strategische Planungsmethode, bei der angenommen wird, dass ein Projekt gescheitert ist. Diese Methode hilft, Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu mindern, indem das Worst-Case-Szenario durchgespielt wird.

Beispielagenda (35 Minuten)

0–5 Min.

Szenario setzen: „Das Projekt ist gescheitert“

In der Vergangenheitsform erzählen — der Perspektivwechsel ist der Trick der Methode.

5–15 Min.

Still notieren: Woran lag es?

Jede Person schreibt für sich alle Gründe auf — je unbequemer, desto wertvoller.

15–25 Min.

Runde: reihum je einen Grund nennen

Mehrere Runden, bis alles auf dem Flipchart ist — bei 8 Personen zügig takten, nicht diskutieren.

25–35 Min.

Top-Risiken wählen & Gegenmaßnahmen festlegen

Die 3–5 wahrscheinlichsten/teuersten Risiken: Wer tut bis wann was dagegen?

Geplant für 3–16 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.

Material

  • Zettel & Stifte für alle
  • Flipchart für die Risiko-Sammlung
  • Plan/Vorhaben, das geprüft wird (Voraussetzung!)

Stolperfallen

  • Zu früh diskutieren: Die stille Einzelphase ist der Kern — sie schützt unbequeme Bedenken vor dem Gruppendruck.
  • Kritik wird persönlich genommen — die Fiktion („es IST gescheitert“) bewusst hochhalten, sie macht Kritik gefahrlos.
  • Risiken sammeln und dann nichts tun — ohne Gegenmaßnahmen-Schritt war es nur Schwarzmalerei.

Im Design-Thinking-Prozess

Pre-Mortem gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 5 · Prototyping. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.

Für Methodenjunkies

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