Pre-Mortem
Pre-Mortem ist eine strategische Planungsmethode, bei der angenommen wird, dass ein Projekt gescheitert ist. Diese Methode hilft, Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu mindern, indem das Worst-Case-Szenario durchgespielt wird.
Beispielagenda (35 Minuten)
Szenario setzen: „Das Projekt ist gescheitert“
In der Vergangenheitsform erzählen — der Perspektivwechsel ist der Trick der Methode.
Still notieren: Woran lag es?
Jede Person schreibt für sich alle Gründe auf — je unbequemer, desto wertvoller.
Runde: reihum je einen Grund nennen
Mehrere Runden, bis alles auf dem Flipchart ist — bei 8 Personen zügig takten, nicht diskutieren.
Top-Risiken wählen & Gegenmaßnahmen festlegen
Die 3–5 wahrscheinlichsten/teuersten Risiken: Wer tut bis wann was dagegen?
Geplant für 3–16 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Zettel & Stifte für alle
- Flipchart für die Risiko-Sammlung
- Plan/Vorhaben, das geprüft wird (Voraussetzung!)
Stolperfallen
- Zu früh diskutieren: Die stille Einzelphase ist der Kern — sie schützt unbequeme Bedenken vor dem Gruppendruck.
- Kritik wird persönlich genommen — die Fiktion („es IST gescheitert“) bewusst hochhalten, sie macht Kritik gefahrlos.
- Risiken sammeln und dann nichts tun — ohne Gegenmaßnahmen-Schritt war es nur Schwarzmalerei.
Im Design-Thinking-Prozess
Pre-Mortem gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 5 · Prototyping. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
Eine Methode nach der anderen, ins Postfach.
Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.