Venn-Diagramm
Ein Venn-Diagram ist eine grafische Darstellung, die mit überlappenden Kreisen arbeitet, um die Beziehungen zwischen verschiedenen Sets zu zeigen. Es wird verwendet, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen von Dingen zu visualisieren. Das Venn-Diagramm können wir in vielen Phasen verwenden. Im Design Thinking wird es oft verwendet, um das Zusammenspiel nach Viability, Desirebility und Feasibility darzustellen. Also die technische und ökonomische Machbarkeit, sowie die menschliche Begehrlichkeit. Venn-Diagramme helfen aber auch im Mapping von Themen und Stakeholder-Segmenten.
Beispielagenda (35 Minuten)
Drei Kreise erklären & Maßstab klären
Je Kreis eine Leitfrage sichtbar notieren — sonst diskutiert jeder gegen einen anderen Maßstab.
Ideen einsortieren
Erst grob platzieren, nur Strittiges diskutieren. Position = Behauptung, kein Urteil.
Auswerten: Mitte ernten, Lücken benennen
Für Ideen knapp außerhalb der Mitte: Was genau fehlt zum dritten Kreis — und wie finden wir es heraus?
Geplant für 2–14 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Drei große Kreise auf Plakat/Whiteboard (überlappend)
- Ideen auf Klebezetteln (Voraussetzung)
- Marker
Stolperfallen
- Alles landet in der Mitte — Wunschdenken. Pro Kreis nach Belegen fragen: Woher wissen wir das?
- Die drei Begriffe bleiben abstrakt — vorher übersetzen: Begehrlichkeit = will das jemand wirklich, Machbarkeit = können WIR das, Tragfähigkeit = rechnet es sich.
- Ideen außerhalb der Mitte wegwerfen — falsch: Die Position sagt, welche Frage als Nächstes zu klären ist, nicht ob die Idee stirbt.
Im Design-Thinking-Prozess
Venn-Diagramm gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 5 · Prototyping. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
Eine Methode nach der anderen, ins Postfach.
Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.