Wizard-of-Oz-Prototyp
Der "Wizard of Oz"-Prototyp ermöglicht das Testen von Funktionalitäten, bevor sie existieren. Der Benutzer testet nur eine Simulation der tatsächlichen Funktionalität, während im Hintergrund der "Wizard of Oz" die Fäden zieht.
Beispielagenda (70 Minuten)
Funktion & Testfrage festlegen
Welche eine Funktionalität wird simuliert, und was soll der Test beantworten?
Wizard-Setup bauen & proben
Fassade + verdeckter Kanal (z. B. Mensch tippt „KI-Antworten“). Einmal trocken durchspielen.
Testrunde mit Beobachtung
Testperson interagiert mit dem „System“, Team beobachtet still und protokolliert.
Auswerten & aufklären
Simulation offenlegen, Eindrücke der Testperson einsammeln, Erkenntnisse festhalten.
Geplant für 3–10 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Fassade fürs „System“ (Tablet, Folien, Chatfenster …)
- verdeckter Arbeitsplatz für den Wizard
- Drehbuch der simulierten Funktion
- Beobachtungsnotizen
Stolperfallen
- Die Simulation fliegt auf — Antwortzeiten und Grenzen vorher proben; ein stockender Wizard verrät den Trick.
- Der Wizard improvisiert Features dazu — nur das Drehbuch simulieren, sonst testet man Fantasie statt Konzept.
- Ethik nicht vergessen: Nach dem Test aufklären, dass simuliert wurde — gerade bei externen Testpersonen.
Im Design-Thinking-Prozess
Wizard-of-Oz-Prototyp gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 5 · Prototyping. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
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