Wirtschaft neu denken

Die Donut-Ökonomie

Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört

Kate Raworth · Hanser · Aktualisierte Studienausgabe, 2023

Wirtschaft hat zwei Grenzen: eine untere, unter die niemand fallen darf, und eine obere, die der Planet setzt. Dazwischen liegt der Raum, in dem es funktioniert.

Worum es geht

Raworth nimmt sieben Denkfiguren der Standardökonomie auseinander — vom Wachstumsdiagramm bis zum rationalen Homo oeconomicus — und ersetzt jede durch eine andere. Im Zentrum steht der Donut: ein Ring zwischen sozialem Fundament und ökologischer Decke. Das Buch ist weniger Kritik als Angebot: Hier ist ein anderes Bild, arbeite damit.

Für wen sich das lohnt

Für alle, die Nachhaltigkeit in Organisationen zum Thema machen und dabei über „weniger schlecht“ hinauswollen. Das Donut-Bild ist eines der wenigen ökonomischen Modelle, das eine Gruppe in fünf Minuten versteht und danach selbst benutzen kann.

Format zum Buch

Der Donut für die eigene Organisation

2 Stunden

Die Gruppe zeichnet den Donut groß aufs Brownpaper und füllt beide Ränder für den eigenen Betrieb: Was ist das soziale Minimum, das wir nicht unterschreiten? Wo ist unsere ökologische Decke? Anschließend werden laufende Vorhaben in den Ring, nach innen oder nach außen einsortiert.

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Unser Blick darauf

Das Modell hat sich durchgesetzt, weil es zeichenbar ist — Amsterdam und andere Städte planen damit. Wer es im Workshop einsetzt, sollte wissen, dass die Stärke im Bild liegt, nicht in der Handlungsanleitung: Der Donut sagt, wo man landen will, nicht wie man hinkommt. Genau deshalb ist er ein guter Einstieg und ein schlechter Abschluss.