Demokratie & Beteiligung

Das Ministerium für die Zukunft

Kim Stanley Robinson · Heyne · 1. Auflage, 2021

Wer die Zukunft verhandeln will, muss sie sich erst vorstellen können — und dafür ist ein Roman manchmal das bessere Werkzeug als eine Studie.

Worum es geht

Robinson erzählt vom Jahr 2025 an, wie eine UN-Institution mit dem Mandat, künftige Generationen zu vertreten, gemeinsam mit Zentralbanken, Bewegungen und Staaten die Transformation vorantreibt. Der Roman nimmt Geldpolitik, Rechtsfragen und Gewalt gleichermaßen ernst und liefert dabei erstaunlich konkrete Institutionenentwürfe.

Für wen sich das lohnt

Für alle, die Szenarioarbeit machen. Als gemeinsame Lektüre vor einem Zukunftsworkshop schlägt der Roman jede Trendstudie, weil er Zukunft als bewohnbaren Ort beschreibt und nicht als Kurve.

Format zum Buch

Unser Ministerium für die Zukunft

2 Stunden

Die Gruppe gründet fiktiv eine Stelle, die ausschließlich die Interessen der Menschen von 2070 vertritt: Welches Mandat, welches Budget, welche Vetorechte? Danach wird jede aktuelle Entscheidung des Hauses durch diese Stelle geprüft. Der Streit um die Vetorechte ist der eigentliche Ertrag.

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Unser Blick darauf

Sechshundert Seiten, ungleichmäßig erzählt, mit Kapiteln, die reine Vorlesung sind — literarisch ist das streitbar. Als Denkwerkzeug ist es großartig: Kein anderes Buch macht so plastisch, wie Transformation institutionell aussehen könnte. Unsere Sommer-Empfehlung.