Phase 2 · Beobachten

Cultural Probes

Cultural Probes sind ein Ansatz zur qualitativen Benutzerforschung, bei dem direkte Forschung unpraktisch oder unangebracht ist. Sie bestehen aus Aufforderungen, Fragen und Anweisungen sowie Artefakten zur Aufzeichnung von Gedanken und Gefühlen. Die Artefakte können so einfach sein wie ein Tagebuch oder so ausgefeilt wie eine Einwegkamera.

Beispielagenda (70 Minuten)

0–10 Min.

Erkenntnisziele schärfen

Was wollen wir aus dem Alltag der Nutzer:innen lernen, das Interviews nicht zeigen?

10–55 Min.

Aufgaben & Artefakte entwerfen

In Paaren Aufgabenideen bauen, dann kuratieren: max. 5–7 Aufgaben, Mix aus Schreiben, Fotografieren, Markieren.

55–70 Min.

Selbst-Test & Logistik

Jede Aufgabe einmal selbst machen (dauert sie unter 10 Min?), dann Versand, Laufzeit und Rücklauf festlegen.

Geplant für 2–10 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.

Material

  • Erkenntnisziele aus der Challenge
  • Beispiel-Aufgabenformate (Tagebuchseite, Foto-Mission, Landkarte, Satzanfänge)
  • Papier, Karten, Umschläge für den Kit-Prototyp

Stolperfallen

  • Zu viele Aufgaben ins Kit packen — nach Tag drei bricht die Motivation. Lieber 5 gute Aufgaben als 15.
  • Aufgaben, die Antworten vorwegnehmen („Fotografiere, was dich an X nervt“) — offen formulieren, überraschen lassen.
  • Kein Rücklauf-Plan — vor dem Versand festlegen: Wie kommen die Probes zurück, wer wertet wann aus?

Im Design-Thinking-Prozess

Cultural Probes gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 2 · Beobachten. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.

Für Methodenjunkies

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