Stakeholder-Map
Eine Stakeholder Map ist eine visuelle oder physische Darstellung der verschiedenen Individuen und Gruppen, die mit einer bestimmten Herausforderung oder einem System verbunden sind – den Stakeholdern des Designprozesses. Sie hilft, die Kernparteien zu identifizieren, mit denen man während des gesamten Designprozesses zusammenarbeiten möchte, und ermöglicht das Verständnis, woher Macht und Einfluss in Bezug auf Designentscheidungen kommen könnten.
Beispielagenda (45 Minuten)
Vorhaben & Leitfrage anmoderieren
Wessen Verhalten oder Zustimmung entscheidet über Erfolg?
Still sammeln: eine Person/Gruppe pro Zettel
Konkrete Namen schlagen Rollen — „Frau Meier, Amtsleitung“ statt „Verwaltung“.
Zettel clustern & auf der Fläche ordnen
Dubletten stapeln, Gruppen benennen — noch ohne Bewertung.
In die Einfluss-×-Interesse-Matrix einordnen
Relativ zueinander platzieren, nicht absolut — strittige Fälle kurz diskutieren, Rest zügig.
Konsequenzen ableiten
Für die Schlüssel-Stakeholder (viel Einfluss): Was brauchen sie von uns — und was wir von ihnen?
Geplant für 2–16 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Große Fläche (Whiteboard/Packpapier)
- Klebezettel & Stifte
- Achsenkreuz Einfluss × Interesse
Stolperfallen
- Nur die üblichen Verdächtigen: bewusst nach leisen und indirekten Gruppen fragen (wer ist betroffen, sitzt aber nie am Tisch?).
- Die Map veraltet — sie ist ein Arbeitsstand, kein Abschlussdokument. Datum dranschreiben.
- Einordnung nach Hierarchie statt nach echtem Einfluss — informelle Macht mitdenken.
Im Design-Thinking-Prozess
Stakeholder-Map gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 1 · Verstehen und Phase 2 · Beobachten. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
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