Exploratives Interview
Das explorative Interview ist eine Methode im Design Thinking, um ein tiefes Verständnis für den Benutzer und seine unausgesprochenen Bedürfnisse zu gewinnen. Es ermöglicht Designern, die alltäglichen Lebensweisen, grundlegenden Werte, Überzeugungen, Motivationen und Bestrebungen der Menschen zu erkunden, die das Verhalten beeinflussen.
Beispielagenda (70 Minuten)
Briefing: Rollen & Haltung
2er-Teams bilden (fragen + protokollieren), Leitfaden als Spickzettel, Grundregel: erzählen lassen.
Interviews führen
Bei 8 Personen parallel in mehreren Teams — pro Interview 20–30 Min einplanen.
Blitz-Download im Team
Direkt danach, solange es frisch ist: stärkste Zitate, Überraschungen, offene Fragen — je auf einen Zettel.
Geplant für 2–12 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Interview-Leitfaden (siehe Methode Interview-Leitfaden bauen)
- Notizbögen: linke Spalte Zitate, rechte Spalte Beobachtungen
- Einverständnis der Interviewten, falls aufgezeichnet wird
Stolperfallen
- Allein interviewen — im 2er-Team fragt eine Person, die zweite schreibt. Wer beides gleichzeitig macht, verliert die Hälfte.
- Die Stille füllen — nach einer Antwort drei Sekunden warten. Die besten Sätze kommen nach der Pause.
- Früh in den Lösungsmodus kippen („Wäre dir geholfen, wenn…?“) — das Interview will verstehen, was ist. Lösungen kommen später.
Im Design-Thinking-Prozess
Exploratives Interview gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 2 · Beobachten. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
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Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.