Phase 4 · Ideation

Jobs to be done

"Jobs to be done" (JTBD) ist ein Framework, das dazu verwendet wird, effektiver zu designen. Es konzentriert sich auf die Motivationen und den Kontext des Publikums, im Gegensatz zu Personas, die sich auf die Attribute des Publikums konzentrieren. JTBD wurde erstmals 1990 von Tony Ulwick eingeführt und später von Clayton Christensen popularisiert.

Beispielagenda (55 Minuten)

0–10 Min.

JTBD-Idee & Statement-Raster erklären

Klassisches Beispiel: Niemand will einen Bohrer, alle wollen das Loch — und eigentlich das Bild an der Wand.

10–45 Min.

Jobs sammeln: Wenn / will ich / damit

In 2 Kleingruppen à 3–4 sammeln — jede aus Sicht einer Nutzergruppe.

45–55 Min.

Vorstellen & den Kern-Job wählen

Welcher Job ist wichtig UND schlecht gelöst? Der ist der Hebel für die nächste Phase.

Geplant für 2–12 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.

Material

  • Research-Material oder Persona als Futter
  • Statement-Raster sichtbar: Wenn [Situation], will ich [Motivation], damit [Ergebnis]
  • Klebezettel + Stifte

Stolperfallen

  • Die Lösung schleicht sich ins Statement („will ich eine App…“) — Jobs sind lösungsfrei, sonst ist die Ideation schon gelaufen.
  • Zu hoch geflogen („will ich glücklich sein“) — brauchbare Jobs liegen zwischen Alltagssituation und Lebensziel.
  • Funktionale Jobs gesammelt, emotionale und soziale vergessen — gerade die entscheiden oft über die Lösung.

Im Design-Thinking-Prozess

Jobs to be done gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 4 · Ideation. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.

Für Methodenjunkies

Eine Methode nach der anderen, ins Postfach.

Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.