Phase 2 · Beobachten

80:20-Methode (Pareto-Prinzip)

Die 20:80-Regel, auch bekannt als das Pareto-Prinzip, besagt, dass 80% der Effekte von 20% der Ursachen kommen. Ursprünglich von dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto eingeführt, findet dieses Prinzip Anwendung in vielen Disziplinen, einschließlich Design Thinking.

Beispielagenda (30 Minuten)

0–5 Min.

Bezugsgröße festlegen

Ein Satz an der Wand: „Wirkung = … für …“. Ohne den wird die Sortierung Geschmackssache.

5–20 Min.

Karten nach Wirkung sortieren

Bei 8 Personen: erst jede:r 3 Klebepunkte auf die wirkstärksten Karten, dann gemeinsam ordnen.

20–30 Min.

Trennstrich ziehen & Konsequenz festhalten

Oberhalb: Fokus. Unterhalb: ruht ausdrücklich. Beides schriftlich — sonst lebt der Rest weiter.

Geplant für 2–14 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.

Material

  • Die zu prüfende Liste auf Karten (Voraussetzung)
  • Whiteboard/Wand mit Wirkungs-Skala
  • Klebepunkte

Stolperfallen

  • 80:20 als Naturgesetz verkaufen — es ist eine Heuristik. Die Frage „Was bringt die meiste Wirkung?“ ist der Kern, die exakten Zahlen sind es nicht.
  • Wirkung ohne Bezugsgröße diskutiert — vorher festlegen: Wirkung worauf, für wen, bis wann?
  • Der lange Rest wird heimlich weiterbetrieben — das Ergebnis ist erst ein Ergebnis, wenn auch entschieden ist, was NICHT mehr gemacht wird.

Im Design-Thinking-Prozess

80:20-Methode (Pareto-Prinzip) gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 2 · Beobachten. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.

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