Selbst-Test
Der "Selbst-Test" ist eine Methode, bei der Einzelpersonen oder Teams ihre eigenen Prototypen, Produkte oder Lösungen testen, um ihre Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und Effektivität zu überprüfen, bevor sie von den Endbenutzern getestet werden. So reduziert man vorab unnötige Ausgaben, weil man bestimmte Schwachpunkte einer Idee im Selbsttest schon herausfinden kann und nachbessern kann, ehe man mit dem Prototyp in ein echtes Test-Scenario geht. Der Selbsttest hilft auch, bestimmte Reaktionen und Fragen der User zu identifizieren.
Beispielagenda (60 Minuten)
Aufgabe & Beobachtungsfokus festlegen
Eine realistische Aufgabe mit klarem Ziel — und die Frage, worauf alle achten.
Selbst durchleben, live protokollieren
Einzeln oder in Paaren (eine Person handelt, eine protokolliert) — nicht als Gruppe, die sich gegenseitig hilft.
Erfahrungen vergleichen
Wo haken alle an derselben Stelle? Das sind die harten Befunde.
Konsequenzen festhalten
Pro Befund: beheben, weiter beobachten oder mit echten Nutzer:innen testen?
Geplant für 1–12 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.
Material
- Zugang zum echten Ablauf (Produkt, Formular, Website, Raum …)
- Beobachtungsbogen: Was tue ich / was fühle ich / wo hake ich
- Timer
Stolperfallen
- Der Experten-Blick schummelt: Wer den Ablauf gebaut hat, kennt die Abkürzungen. Aufgabe so stellen, wie eine echte Nutzerin sie hätte — inklusive Startpunkt Google.
- Selbst-Erfahrung mit Nutzer-Realität verwechseln — 30 Minuten im Rollstuhl zeigen Barrieren, ersetzen aber kein gelebtes Leben. Erkenntnisse als „mir fiel auf“, nicht als „so ist es für Betroffene“ notieren.
- Ohne Protokoll getestet — hinterher weiß niemand mehr, wo genau es hakte. Während des Tests notieren, nicht danach rekonstruieren.
Im Design-Thinking-Prozess
Selbst-Test gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 2 · Beobachten und Phase 6 · Testen. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.
Für Methodenjunkies
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Der Methoden-Newsletter: pro Ausgabe eine Methode im Steckbrief — was sie kann, wann sie passt, wie du sie im Workshop einsetzt.