Phase 1 · Verstehen

Design Challenge

Die Design Challenge ist ein initial formulierter Satz oder Ausgangspunkt, der einem Team zu Beginn eines Design Thinking Projektes eine Richtung, einen Schwerpunkt sowie Kontexte, Zielgruppen oder Problem- bzw. Potentialräume vorgibt. Diese Challenge sollte offen genug sein, um aus der Nutzerperspektive formuliert zu werden, ohne dabei richtige oder falsche Antworten zu erzwingen, und sollte die Möglichkeit bieten, situationsbedingte Problemfelder zu untersuchen. Die Herausforderung besteht darin, die Challenge so zu formulieren, dass sie weder zu konkret noch zu offen ist, um das Team weder zu hemmen noch zu überfordern.

Beispielagenda (35 Minuten)

0–5 Min.

Ausgangslage & Gütekriterien erklären

Woran erkennt man eine gute Challenge? Kriterien sichtbar aufhängen.

5–15 Min.

Entwürfe schreiben (einzeln oder zu zweit)

Mehrere Varianten pro Person — auch bewusst eine zu enge und eine zu weite Fassung probieren.

15–30 Min.

Varianten vorstellen & gegen die Kriterien testen

Pro Entwurf fragen: nutzerzentriert? ergebnisoffen? richtige Flughöhe?

30–35 Min.

Finale Formulierung festlegen

Eine Fassung — sie steht ab jetzt sichtbar über allem Weiteren.

Geplant für 2–12 Personen. Der Button „In Facilitools planen“ legt dir genau diesen Block in deine Workshop-Agenda — das Timing passt sich dort automatisch an deine Dauer und Gruppengröße an.

Material

  • Flipchart
  • Klebezettel & Stifte
  • Kriterien-Plakat (nutzerzentriert / ergebnisoffen / weder zu eng noch zu weit)

Stolperfallen

  • Lösung schon in der Frage („Wie bauen wir eine App für …“) — die Challenge legt das Problem fest, nicht den Weg.
  • Aus Unternehmens- statt Nutzerperspektive formuliert — dann optimiert der Workshop die Firma, nicht das Erlebnis.
  • Zu weit gefasst überfordert, zu eng gefasst erstickt: an beiden Entwurfs-Polen gegentesten.

Im Design-Thinking-Prozess

Design Challenge gehört im großen Methodenkatalog zu Phase 1 · Verstehen. Den kompletten Katalog mit allen Methoden für alle sechs Phasen findest du im großen Design-Thinking-Methodenkatalog.

Für Methodenjunkies

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