Systemdenken & Komplexität

Complexity Scrapbook

Gitta Peyn und Ralf Peyn · FORMWELT Media · 1. Auflage, 2025

Komplexität entsteht aus den Unterscheidungen, mit denen man auf die Welt schaut. In der Welt selbst steckt sie nicht.

Worum es geht

Eine Sammlung von Texten beider Peyns zu Autopoiese, Kontingenz, Komplexitätsmanagement und Realkonstruktivismus. Der rote Faden ist eine Systemtheorie und Kybernetik, die über Luhmann hinaus zur Formlogik weitergeht: Wer beobachtet, zieht Unterscheidungen, und diese Unterscheidungen erzeugen erst das, was danach als System erscheint.

Für wen sich das lohnt

Für alle, denen die übliche Komplexitätsliteratur zu handzahm geworden ist. Kein Einstiegsbuch — wer bei Pfläging oder Wohland anfängt und weitergehen will, findet hier den nächsten Schritt.

Format zum Buch

Welche Unterscheidung machen wir hier eigentlich?

75 Minuten

Die Gruppe formuliert ihr Problem in einem Satz und markiert darin jedes Wort, das eine Grenze zieht — gut/schlecht, innen/außen, wichtig/unwichtig. Zu jeder Grenze die Frage: Wer hat sie gezogen, und was sähe man, wenn sie woanders läge? Meist löst sich das Problem nicht, aber es verschiebt sich.

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Unser Blick darauf

Der Fund des Sommers 2026: acht Monate alt, 416 Seiten, und im Buchhandel taucht es nirgends auf, weil es über Eigenverlag läuft. Anspruchsvoll und stellenweise sperrig — dafür bekommt man Denkwerkzeuge, die anderswo nicht zu haben sind. 69 Euro sind viel Geld; wer unsicher ist, fängt mit „Pogofähigkeit“ (39 Euro) an.