Systemdenken & Komplexität
Denkwerkzeuge der Höchstleister
Wie dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen
Gerhard Wohland und Matthias Wiemeyer · UniBuch · 3., aktualisierte und erweiterte Auflage, 2012
Kompliziertes lässt sich durch Wissen beherrschen, Komplexes nur durch Können — und beides verlangt völlig verschiedene Organisationen.
Worum es geht
Wohland und Wiemeyer bauen ein Begriffssystem für Organisationen unter Marktdruck: die Trennung von blauem (kompliziertem, wissensbasiertem) und rotem (komplexem, könnensbasiertem) Anteil, die Taylorwanne als historische Kurve, dynamikrobuste Höchstleistung als Gegenmodell zur Optimierung. Es sind Denkwerkzeuge im Wortsinn — Denk-, keine Handlungsempfehlungen.
Für wen sich das lohnt
Für alle, die den Unterschied zwischen kompliziert und komplex nicht nur nennen, sondern begründen wollen. Wer Führungsrunden moderiert, findet hier die Begriffe, mit denen sich Widerstand gegen Standardrezepte präzise formulieren lässt.
Format zum Buch
Blau und Rot sortieren
90 Minuten
Die Gruppe listet ihre Aufgaben der letzten vier Wochen und sortiert jede in blau (Handbuch existiert, Wissen reicht) oder rot (Überraschung, Können nötig). Danach die Gegenfrage: Wie sind wir organisiert — für blau oder für rot? Der Bruch zwischen beidem ist das Gesprächsthema.
Ablauf in Facilitools bauen →Unser Blick darauf
Das Fundament unter vielem, was wir tun — die Taylorwanne aus dem Piratize-Framework kommt von hier. Ehrlicher Hinweis: Das Buch steht unverändert in der 3. Auflage von 2012, und das Institut für dynamikrobuste Organisation publiziert nichts Neues. Es ist ein Klassiker ohne Nachschub, kein aktuelles Buch. Sperrig geschrieben, dafür sitzt jeder Begriff.