Lexikon · 25 Begriffe
KI und digitale Welt
Begriffe rund um künstliche Intelligenz und digitale Kompetenzen.
- Algorithmische Verzerrung (Bias)Systematische Benachteiligung bestimmter Gruppen durch Algorithmen und KI, meist weil die Trainingsdaten oder Ziele verzerrt sind.
- Auftragsverarbeitung (AVV)Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag einer Organisation, geregelt in einem Vertrag nach Artikel 28 DSGVO.
- Data LiteracyDatenkompetenz: Daten finden, lesen, auswerten, kritisch einordnen und für Entscheidungen nutzen.
- DeepfakeMit KI erzeugtes oder verändertes Bild-, Video- oder Tonmaterial, das echte Personen täuschend echt zeigt oder sprechen lässt.
- Digital LiteracyDigitale Grundkompetenz: digitale Werkzeuge sicher nutzen, Informationen einordnen und sich online verantwortungsvoll bewegen.
- Digitale EthikNachdenken darüber, was beim Entwickeln und Nutzen digitaler Technik richtig ist: Fairness, Datenschutz, Transparenz und Verantwortung.
- Digitale SouveränitätFähigkeit von Menschen, Organisationen und Staaten, selbst über ihre Daten, Werkzeuge und digitale Infrastruktur zu bestimmen.
- Digitale TransformationUmbau von Abläufen, Angeboten und Geschäftsmodellen mit digitaler Technik, über das bloße Digitalisieren von Papier hinaus.
- Generative KIKI-Systeme, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Töne oder Code.
- Halluzination (KI)Eine überzeugend klingende, aber falsche oder erfundene Antwort eines KI-Systems.
- Human in the LoopArbeitsweise, bei der ein Mensch KI-Ergebnisse prüft und an den entscheidenden Stellen selbst entscheidet.
- InformationskompetenzFähigkeit, Informationen gezielt zu suchen, ihre Qualität zu beurteilen und sie verantwortlich zu nutzen.
- KI-AgentKI-System, das eine Aufgabe in mehreren Schritten selbst plant und dafür Werkzeuge nutzt.
- KI-Anwendungsfall (Use Case)Konkrete Aufgabe in einer Organisation, bei der KI messbar hilft, mit klarer Eingabe, klarem Ergebnis und jemandem, der es prüft.
- KI-Kompetenz (AI Literacy)Wissen und Fähigkeiten, um KI-Systeme sinnvoll, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen.
- KI-KompetenzpflichtPflicht aus Artikel 4 der EU-KI-Verordnung: Wer KI-Systeme anbietet oder einsetzt, ergreift Maßnahmen, um die KI-Kompetenz der Beschäftigten zu fördern.
- KI-NutzungsrichtlinieInterne Regeln, welche KI-Werkzeuge wofür genutzt werden dürfen, welche Daten hineindürfen und wer Ergebnisse prüft und verantwortet.
- KI-Verordnung (EU AI Act)EU-Gesetz über künstliche Intelligenz von 2024, das Pflichten nach dem Risiko eines KI-Systems staffelt, von Verboten bis zu kaum Auflagen.
- Künstliche IntelligenzComputersysteme, die Aufgaben erledigen, für die man bisher menschliche Intelligenz brauchte, etwa Sprache verstehen oder Muster erkennen.
- Large Language Model (LLM)Großes Sprachmodell: eine KI, die aus sehr vielen Texten gelernt hat, Sprache zu verarbeiten und zu erzeugen.
- MedienkompetenzFähigkeit, Medien bewusst zu nutzen, ihre Inhalte einzuordnen und selbst Inhalte zu gestalten, analog wie digital.
- PromptDie Eingabe, mit der man einem KI-System sagt, was es tun soll.
- Prompt EngineeringGezieltes Formulieren von Anweisungen an ein Sprachmodell, damit es brauchbare, überprüfbare Ergebnisse liefert.
- Retrieval-Augmented Generation (RAG)Verfahren, bei dem ein Sprachmodell vor dem Antworten passende Stellen aus eigenen Dokumenten sucht und seine Antwort darauf stützt.
- Schatten-KINutzung von KI-Werkzeugen durch Beschäftigte ohne Wissen oder Freigabe der Organisation, oft mit privaten Konten.
Vertiefen: KI bei Tools for Tomorrow