Lexikon · 43 Begriffe
Zukunftskompetenzen
Was Menschen und Teams können müssen, wenn sich vieles gleichzeitig ändert.
- 21st Century Skills (4K-Modell)Kompetenzen, die Bildung im 21. Jahrhundert vermitteln soll, oft verdichtet zu den vier K: Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken, Kreativität.
- AAR-Zyklus (Antizipation, Aktion, Reflexion)Lernkreislauf aus dem OECD-Lernkompass: vorausdenken, handeln und das Handeln auswerten, dann von vorn.
- Agency (Gestaltungsfähigkeit)Fähigkeit und Wille, sich Ziele zu setzen und selbst zu handeln, um etwas zu verändern.
- AmbiguitätstoleranzDie Fähigkeit, Mehrdeutigkeit, Widersprüche und unklare Lagen auszuhalten und darin handlungsfähig zu bleiben.
- AnpassungsfähigkeitFähigkeit, mit Übergängen und Ungewissheit umzugehen und Entscheidungen zu treffen, auch wenn die Lage unklar und riskant ist.
- BeteiligungskompetenzDie Fähigkeit, sich an gemeinsamen Entscheidungen zu beteiligen und Beteiligung für andere möglich zu machen.
- DemokratiekompetenzFähigkeit, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen: Meinungen bilden, aushandeln, Mehrheiten respektieren und Minderheiten schützen.
- DialogkompetenzDie Fähigkeit, Gespräche so zu führen, dass unterschiedliche Sichtweisen gehört werden und etwas Gemeinsames entsteht.
- DiversitätskompetenzDie Fähigkeit, mit Unterschieden zwischen Menschen so umzugehen, dass sie zur Stärke eines Teams werden.
- EigeninitiativeBereitschaft, von sich aus zu handeln: Möglichkeiten erkennen, Verantwortung übernehmen und anfangen, ohne dass es jemand anordnet.
- Ethische KompetenzFähigkeit, die moralischen Folgen von Entscheidungen zu erkennen, abzuwägen und verantwortlich zu handeln.
- Exploratives DenkenDenken, das Fächer verbindet, Neues ausprobiert und ungewohnte Wege sucht, bevor es sich auf eine Lösung festlegt.
- Future SkillsKompetenzen, die Menschen brauchen, um in einer Arbeitswelt mit schnellem technischem und gesellschaftlichem Wandel handlungsfähig zu bleiben.
- Future-Skills-Framework (Stifterverband)Kompetenzrahmen des Stifterverbands: grundlegende, transformative, gemeinschaftsorientierte, digitale und technologische Zukunftskompetenzen.
- Future-Skills-Profile nach EhlersModell von Ulf-Daniel Ehlers mit 17 Future-Skill-Profilen in drei Kompetenzfeldern, entwickelt aus der Studie NextSkills.
- Futures LiteracyDie Fähigkeit, sich Zukünfte bewusst vorzustellen und dabei zu verstehen, wie diese Vorstellungen das heutige Handeln prägen.
- GreenCompEuropäischer Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit: zwölf Kompetenzen in vier Bereichen, herausgegeben 2022 von der EU-Kommission.
- Growth MindsetDie Überzeugung, dass Fähigkeiten durch Übung, Einsatz und Lernen wachsen können.
- InnovationskompetenzDie Fähigkeit, Ideen zu entwickeln, früh zu prüfen und so umzusetzen, dass daraus etwas Neues mit Nutzen entsteht.
- Kollektives HandelnFähigkeit, gemeinsam mit anderen für eine Veränderung einzutreten und zu handeln.
- KommunikationskompetenzDie Fähigkeit, sich verständlich auszudrücken, zuzuhören und Botschaften an das Gegenüber anzupassen.
- KooperationskompetenzDie Fähigkeit, mit anderen auf ein gemeinsames Ergebnis hinzuarbeiten, auch über Fach- und Organisationsgrenzen hinweg.
- KreativitätDie Fähigkeit, neue und brauchbare Ideen zu entwickeln.
- Kritisches DenkenDie Fähigkeit, Aussagen, Quellen und eigene Annahmen zu prüfen, bevor man ihnen folgt.
- Lebenslanges LernenLernen über die gesamte Lebens- und Berufszeit, in Kursen, im Alltag und bei der Arbeit.
- LernkompetenzFähigkeit, das eigene Lernen zu steuern: Lernbedarf erkennen, passende Wege wählen, dranbleiben und prüfen, ob es gewirkt hat.
- MeliorismusDie Überzeugung, dass sich die Welt durch menschliches Handeln verbessern lässt, ohne dass Probleme kleingeredet werden.
- NachhaltigkeitskompetenzWissen, Haltung und Können, um so zu entscheiden und zu handeln, dass ökologische und soziale Grenzen geachtet werden.
- NebelkompetenzenFähigkeiten, in unklaren Lagen die Situation zu lesen und trotzdem handlungsfähig zu bleiben.
- OECD-Lernkompass 2030Bildungsrahmen der OECD von 2019, der beschreibt, welches Wissen, welche Fähigkeiten und Haltungen junge Menschen für 2030 brauchen.
- Problem FramingFähigkeit, eine Herausforderung so zu beschreiben, dass klar wird, worin das Problem besteht, wen es betrifft und in welchem Rahmen man es lösen will.
- ProblemlösungskompetenzDie Fähigkeit, ein Problem zu verstehen, Lösungswege zu finden und zu prüfen, ob sie wirken.
- ResilienzDie Fähigkeit von Menschen, Teams und Organisationen, Störungen aufzufangen, sich anzupassen und handlungsfähig zu bleiben.
- SelbstkompetenzFähigkeit, sich selbst zu organisieren, die eigenen Stärken und Grenzen zu kennen und mit Belastung umzugehen.
- SelbstwirksamkeitDie Überzeugung, eine Aufgabe aus eigener Kraft bewältigen zu können.
- Spannungen und Dilemmata ausbalancierenFähigkeit, widersprüchliche Ziele und Ansprüche zusammenzudenken und tragfähige Wege zu finden, ohne eines vorschnell zu opfern.
- SystemkompetenzDie Fähigkeit, Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Rückkopplungen zu erkennen und bei Entscheidungen mitzudenken.
- Transformative KompetenzenFähigkeiten, mit denen Menschen Veränderung selbst gestalten: mit Unklarheit umgehen, in Systemen denken, Neues entwickeln, Ziele entwerfen.
- Upskilling und ReskillingUpskilling erweitert Kompetenzen für die bisherige Aufgabe, Reskilling bereitet auf eine neue Aufgabe vor.
- VerantwortungsübernahmeDie Bereitschaft, für die Folgen des eigenen Handelns einzustehen, auch über den eigenen Zuständigkeitsbereich hinaus.
- VisionskompetenzDie Fähigkeit, Bilder einer wünschenswerten Zukunft zu entwerfen und daraus Richtung für heutiges Handeln abzuleiten.
- ZukunftskompetenzenDeutsches Wort für Future Skills: Fähigkeiten, mit denen Menschen und Organisationen Wandel gestalten können.
- ZukunftsmutDie Bereitschaft, Zukunft mitzugestalten, auch wenn die Lage unsicher ist und die Nachrichten lähmen.
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