Lexikon · 47 Begriffe
Arbeit, Führung, Zusammenarbeit
New Work, Führung und wie Teams sich organisieren.
- 1-2-4-AllModerationsformat, in dem eine Frage zuerst allein, dann zu zweit, dann zu viert und zuletzt mit allen bearbeitet wird.
- Agiles ManifestVier Werte und zwölf Prinzipien für die Softwareentwicklung, formuliert im Februar 2001 von 17 Entwicklern in Snowbird, Utah.
- AgilitätFähigkeit einer Organisation oder eines Teams, in kurzen Zyklen zu arbeiten, früh Rückmeldung einzuholen und den Kurs danach anzupassen.
- Ambidextre FührungFührung, die zwischen öffnenden und schließenden Verhaltensweisen wechselt, damit ein Team zugleich Neues erkunden und zuverlässig liefern kann.
- BarcampOffene Tagung, deren Programm die Teilnehmenden am Morgen selbst zusammenstellen; oft Unkonferenz genannt.
- Bottom-upVorgehen, bei dem Ideen, Entscheidungen oder Veränderungen von den Mitarbeitenden ausgehen und nach oben wandern.
- BürgerratGremium aus zufällig ausgelosten Menschen, das ein politisches Thema berät und Empfehlungen an Parlament oder Verwaltung gibt.
- Candidate JourneyWeg einer Bewerberin oder eines Bewerbers von der ersten Berührung mit einem Arbeitgeber bis zur Zusage oder Absage, als Abfolge von Erlebnissen.
- Check-inKurze Runde zu Beginn eines Treffens, in der jede Person sagt, wie sie gerade da ist oder womit sie kommt.
- Check-outKurze Abschlussrunde am Ende eines Workshops oder Meetings, in der jede Person in ein, zwei Sätzen sagt, was sie mitnimmt.
- Digital LeadershipFührung unter den Bedingungen digitaler Arbeit: verteilte Teams, neue Werkzeuge, schnelle Veränderung und Entscheidungen über Technik.
- Dot-VotingSchnelle Abstimmung in Gruppen: Alle verteilen eine feste Zahl von Klebepunkten auf die Optionen, die ihnen am wichtigsten sind.
- EmpowermentÜbertragen von Entscheidungsspielraum, Wissen und Mitteln an Mitarbeitende, damit sie selbst handeln können.
- FachkräftemangelLage, in der Unternehmen und Einrichtungen offene Stellen für qualifizierte Arbeit nicht oder nur mit großer Verzögerung besetzen können.
- FehlerkulturArt, wie eine Organisation mit Fehlern umgeht: ob sie verschwiegen, bestraft oder ausgewertet werden.
- FishbowlDiskussionsformat mit einem Innenkreis, der spricht, und einem Außenkreis, der zuhört; ein freier Stuhl erlaubt Wechsel.
- Fuckup NightVeranstaltung, bei der Menschen vor Publikum von ihrem beruflichen Scheitern erzählen und was sie daraus gelernt haben.
- FührungskräfteentwicklungGezielte Vorbereitung von Führungskräften auf ihre Aufgaben, von der ersten Teamleitung bis zur Verantwortung für neue Vorhaben.
- GamificationÜbertragen von Spielelementen wie Punkten, Stufen, Herausforderungen oder Geschichten auf Lernen, Arbeit und Beteiligung.
- HolokratieOrganisationsmodell mit Rollen und Kreisen, in dem Entscheidungen nach einer schriftlichen Verfassung verteilt werden. Entwickelt von Brian Robertson.
- KanbanMethode, Arbeit auf einer Tafel sichtbar zu machen und die Menge gleichzeitig laufender Aufgaben zu begrenzen.
- Moderation (Facilitation)Leitung eines Gruppenprozesses so, dass die Gruppe selbst zu Ergebnissen kommt, mit klarer Struktur und ohne inhaltlich Partei zu ergreifen.
- New WorkSammelbegriff für Arbeitsformen, die mehr Selbstbestimmung, Sinn und Beteiligung versprechen. Geprägt vom Philosophen Frithjof Bergmann.
- OKR (Objectives and Key Results)Zielsystem mit wenigen qualitativen Zielen (Objectives) und je zwei bis fünf messbaren Schlüsselergebnissen (Key Results) pro Zyklus.
- OnboardingEinarbeitung neuer Beschäftigter: alles, was ab der Zusage passiert, damit sie ankommen, ihre Aufgabe verstehen und bleiben.
- Open SpaceKonferenzformat ohne festes Programm: Die Teilnehmenden bringen ihre Themen selbst ein und organisieren die Gesprächsrunden dazu.
- OrganisationsentwicklungGeplante, langfristige Veränderung einer Organisation, bei der Strukturen, Abläufe und Zusammenarbeit gemeinsam mit den Beschäftigten weiterentwickelt werden.
- Pareto-PrinzipFaustregel, nach der ein kleiner Teil der Ursachen den größten Teil der Wirkung erzeugt, oft als 80:20-Regel formuliert.
- Partizipation (Beteiligung)Mitwirkung von Betroffenen an Entscheidungen und Planungen, von der Information über die Mitsprache bis zur Mitentscheidung.
- PersonalentwicklungAlle Maßnahmen, mit denen eine Organisation das Wissen und Können ihrer Beschäftigten gezielt erweitert: Weiterbildung, Lernen im Job, Begleitung.
- Psychologische SicherheitGemeinsame Überzeugung in einem Team, dass man Fragen, Fehler und Widerspruch ansprechen kann, ohne bloßgestellt oder bestraft zu werden.
- PurposeDer Zweck einer Organisation über den Gewinn hinaus: wofür es sie gibt und welchen Beitrag sie leisten will.
- RetrospektiveRegelmäßiges Treffen, in dem ein Team auf einen abgeschlossenen Zeitraum zurückschaut und beschließt, was es künftig anders macht.
- ScrumAgiles Rahmenwerk, in dem ein Team in Sprints von höchstens einem Monat arbeitet, mit festen Rollen, Terminen und Artefakten.
- SelbstführungFähigkeit, die eigene Arbeit, Zeit und Energie zu steuern, ohne dass jemand anderes Ziele und Takt vorgibt.
- Servant LeadershipFührungsverständnis, nach dem eine Führungskraft zuerst den Menschen im Team dient. Geprägt von Robert K. Greenleaf 1970.
- SoziokratieOrganisationsmethode mit Kreisen, Konsent-Entscheidungen und doppelter Verknüpfung, entwickelt von Gerard Endenburg in den Niederlanden.
- Teal-OrganisationOrganisationsform nach Frederic Laloux, die auf Selbstführung, Ganzheit und einem sich entwickelnden Sinn beruht.
- Train the TrainerAusbildung, die Menschen befähigt, eine Methode oder ein Thema selbst an andere weiterzugeben.
- Transformationale FührungFührung, die Menschen über ein gemeinsames Ziel, Vorbild und Förderung zu mehr bewegt, als Tausch von Leistung gegen Belohnung bewirkt.
- UnternehmenskulturGemeinsame Werte, Gewohnheiten und unausgesprochene Annahmen, die bestimmen, wie in einer Organisation gearbeitet und entschieden wird.
- Value Stream MappingMethode, den ganzen Weg eines Produkts oder Auftrags als Wertstrom zu zeichnen, um Wartezeiten und Verschwendung zu finden.
- Virtuelle TeamsTeams, deren Mitglieder an verschiedenen Orten arbeiten und überwiegend über digitale Werkzeuge zusammenarbeiten.
- Warm-up (Icebreaker)Kurze Übung am Anfang eines Workshops oder Meetings, die Menschen in Kontakt bringt und auf die Arbeit einstimmt.
- Work-Life-BalanceVerhältnis zwischen Erwerbsarbeit und dem übrigen Leben, mit dem Ziel, dass beides Platz hat und keines das andere dauerhaft verdrängt.
- WorkshopArbeitstreffen, in dem eine Gruppe unter Moderation in begrenzter Zeit gemeinsam ein konkretes Ergebnis erarbeitet.
- World CaféGesprächsformat für große Gruppen: an kleinen Tischen wird in mehreren Runden zu einer Frage gesprochen, die Teilnehmenden wechseln dazwischen die Tische.
Vertiefen: Strecke Teams und Beteiligung